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2023 - 2027

Dorfladen durch Innovation erhalten

Wirkung

Das Projekt trägt dazu bei, Dorfläden in Randregionen wirtschaftlich erfolgreich zu machen und damit die lokale Versorgung, regionale Wertschöpfung und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Die ersten Erfahrungen in Vignogn und Salouf zeigen eine positive Entwicklung und bestätigen das Potenzial des 24/7-Modells für weitere Bergdörfer. Gleichzeitig fördern regionale Produkte, kurze Transportwege und transparente Herkunftskennzeichnung die Nachhaltigkeit.

Story

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Der Laden, der nie schliesst

Es ist 19 Uhr. In Vignogn ist es ruhig geworden. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten liegen drei bis zehn Kilometer talwärts. Stefan – der seinen echten Namen nicht im Internet lesen möchte – hält vor  «la stizun» seine Karte ans Lesegerät – die Tür geht auf. Kein Verkäufer und trotzdem ist alles da: Wildkräuter-Camembert vom regionalen Käser, Tomaten aus dem lokalen Permakulturgarten, frisches Brot in grosser Auswahl und viele nachhaltige Produkte.

 

Stefan ist vor einem Jahr nach Vignogn gezogen. Dass es hier, mitten im Bergdorf, einen solchen Laden gibt, hat ihn überrascht: «Die Grundzutaten sind jederzeit erreichbar, daneben entdecke ich immer wieder Spezialitäten. Und ich darf, wie alle Kunden hier, das Sortiment mitgestalten.»

 

Damit ist Stefan nicht allein. Viele Kundinnen und Kunden schätzen den Laden und sein Angebot. «Der Laden ist sehr hübsch und gut ausgestattet, das Sortiment erstaunlich. Es ist der allererste 24-Stunden-Laden, bei dem ich sagen kann: Hier werde ich wieder einkaufen», schreibt eine Kundin im Feedback-Fragebogen, der im Laden aufliegt.

 

Stefan kommt aber nicht nur zum Einkaufen. «Ich nutze das Bistro gerne, um mich mit Freunden auszutauschen.» So ist «la stizun» längst mehr als ein Laden: Es ist ein Treffpunkt geworden und bringt Leben ins Dorf.

 

Besonders wichtig ist Stefan die regionale Ausrichtung. Ein grosser Teil des Sortiments kommt aus der Umgebung. «Ich schätze es, zu wissen, wo die Produkte herkommen.» Gerade, wenn er selbst Gäste bewirtet, greift er gerne auf regionale Produkte zurück und empfiehlt sie weiter.

 

Sein Wunsch für die Zukunft ist deshalb klar: «Dass noch viel mehr Menschen Regionalität wertschätzen, den Produzenten den Rücken stärken – und solche Ladenkonzepte für sich entdecken.»

 

Denn «la stizun» zeigt, dass ein Dorf auch dann gut versorgt sein kann, wenn der nächste Laden mehrere Kilometer entfernt liegt – rund um die Uhr, regional und mit einem Treffpunkt, der zum Dorf gehört.

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Bilder © la stizun

Beschreibung

In Bergregionen geraten traditionelle Dorfläden durch demografischen Wandel, steigende Mobilität, sowie Konkurrenz von Grossverteilern und Onlinehandel zunehmend unter Druck.
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Das Projekt „la stizun“ entwickelt digitale Systeme, Umbauten oder Treuhandservice für ein wirtschaftlich tragendes 24/7-Dorfladenmodell, das die lokale Grundversorgung und den sozialen Treffpunkt im Dorf erhält. Ausgangspunkt ist der Flagshipstore in Vignogn GR, der 2023 eröffnet wurde.

Partner

la stizun, Tochterunternehmen der Genossenschaft Vival Lumnezia

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lastizun.ch

Ansatz

„la stizun“ verbindet Technik, Selbstbedienung und regionale Produkte. Die Erfahrungen aus Vignogn werden genutzt, um ein übertragbares Konzept für weitere Dorfläden zu entwickeln. Gemeinsam mit Partnern werden praxistaugliche Systeme, Prozesse und Dienstleistungen laufend weiterentwickelt. Der zweite Standort in Salouf, eröffnet Ende 2025, dient als wichtiger Praxistest für die Übertragbarkeit des Modells. Konzept und Name sind dieselben; einzig die Bezeichnung wurde dem lokalen Idiom angepasst: Aus «la stizun» (Sursilvan) wurde «la buteia» (Surmiran) – in beiden Fällen schlicht «der Laden».

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Vision

Die Grundversorgung und den sozialen Zusammenhalt in Randregionen langfristig sichern für starke und lebendige Dörfer im Schweizer Berggebiet.

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